Stadtrat

Um meine Motivation, mich aktiv in der Bad Pyrmonter Lokalpolitik einzubringen, und daraus herleitend meine Ziele für dieses Engagement nachvollziehbar erklären zu können, halte ich es für sinnvoll, meine Perspektive(n) auf die Geschehnisse in der Stadt in kurzen Worten darzustellen.

Zunächst Mal bin ich nicht nur gebürtiger Pyrmonter, vielmehr kommen einige Generationen meiner Vorfahren aus dem Ort. Ich empfinde schon allein deshalb große Verbundenheit zu Bad Pyrmont oder einfach – vielleicht etwas pathetisch ausgedrückt – „Heimatliebe“.

Darüber hinaus bin ich Familienvater mit sehr jungen Kindern und weiß deshalb die hohe Lebensqualität bei gleichzeitig annehmbaren Lebenshaltungskosten sehr zu schätzen und genieße ohne Übertreibung mit meiner Familie das Leben hier in vollen Zügen.

Drittens führe ich als geschäftsführender Gesellschafter in dritter Generation den mittlerweile als Traditionsunternehmen zu bezeichnenden Familienbetrieb DMV Diedrichs Markenvertrieb GmbH & Co. KG.

Aus den beiden letztgenannten Aspekten resultiert mein besonderes Interesse an den Themenbereichen „Familie & Arbeit“ sowie „Rahmenbedingungen für mittelständische Unternehmen“. Aufgrund der hohen Lebensqualität für junge Familien sowie einiger geografischer Gegebenheiten Bad Pyrmonts, die ich für viele Branchen als sehr positiv erachte, bin ich der festen Überzeugung, dass Bad Pyrmont durch eine geschickte Kombination von Wirtschaftsförderung und Familienpolitik immense Potentiale erschließen könnte; sei es in Bezug auf Zuzug jüngerer Menschen, Schaffung von Arbeitsplätzen oder auch letztendlich Einnahmen aus Gewerbesteuer.

Dass der Mittelstand was u.a. sowohl das Bruttoinlandsprodukt als auch die Ausbildungsplätze in Deutschland betrifft, den Löwenanteil trägt und damit eine sehr hohe Wichtigkeit für die Wirtschaft besitzt, ist lange bekannt . Die Auswirkungen der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise haben die Bedeutung als Faktor der Stabilität gerade wieder belegt und zur Steigerung der allgemeinen Wertschätzung enorm beigetragen.

Leider habe ich dennoch in mittlerweile gut 10 Jahren unternehmerischer Tätigkeit in Bad Pyrmont die Erfahrung gemacht, dass mittelständische Unternehmen, insbesondere solche, die von ihrem Geschäftsmodell her nicht so stark lokal in Erscheinung treten, von der Pyrmonter Verwaltung und auch weiten Teilen der Lokalpolitik bestenfalls als Gewerbesteuerzahler geschätzt werden.

Interesse oder gar Unterstützung ist nicht wahrzunehmen. Diese absolute Untergewichtung ist schon allein daran erkennbar, dass es in der Bad Pyrmonter Stadtverwaltung  lediglich einen Mitarbeiter gibt, der u.a. (!) für die Wirtschaftsförderung zuständig ist; ein Bereich, in dem Kommunen vergleichbarer Größe bis zu 3 Vollzeitstellen besitzen. Die Tatsache, dass bei mehrmonatiger Abwesenheit des betreffenden Mitarbeiters dieser Verantwortungsbereich nahezu unbearbeitet bleibt, rundet dieses Bild anschaulich ab.

Keinesfalls soll es bei den hier geforderten Unterstützungen durch die Kommune um die Befriedigung von einzelnen Unternehmerwünschen o.ä. gehen, sondern um die gezielte Förderung und Unterstützung von für die Allgemeinheit der Unternehmen und damit auch der betreffenden Arbeitnehmer und letztendlich dem Wirtschaftsstandort Bad Pyrmont dienlichen Aktivitäten.

Denkbar sind hier an den aktuellen unternehmerischen Herausforderungen, wie bspw. Fachkräftemangel oder zunehmende Schwierigkeit bei der Rekrutierung ausreichend vorgebildeter junger Arbeitnehmer oder Auszubildender,  orientierte Projekte. In anderen Regionen gibt es bspw. unternehmensübergreifende Aktivitäten zur Personalentwicklung bzw. Qualifizierung von Schulabgängern.

Ebenfalls einigen Tätigkeitsbedarf gibt es in für eine Kurstadt grundlegenden Bereichen, wie bspw. der professionellen Ansprache und Unterstützung potentieller Investoren in den Bereichen Hotellerie und Einzelhandel. Hier machen uns andere Kommunen vor, wie es geht und bringen Bad Pyrmont immer mehr unter Zugzwang.

Ganz eindeutig betonen möchte ich auch die „Holschuld“ der Unternehmen bzw. der Unternehmer. Jegliche Aktivitäten der Stadt können nur von Erfolg gekrönt sein, wenn es auch von dieser Seite aktive Mitarbeit gibt und die beliebte Formel „Ich habe eh schon genug zu tun, dafür habe ich keine Zeit“ endlich wieder stärker in den Hintergrund tritt. Die Resonanz heimischer Unternehmen auf einige Initiativen, die ich in der Vergangenheit mitbekommen habe, war sehr bescheiden.

Hier gilt es ein positives, konstruktives und von politischem und sonstigem „Schubladendenken“ befreites Klima zu schaffen – gemeinsam müssen wir anpacken!

Hierfür werde ich mich aktiv und intensiv einsetzen. Genauso wie für die Schaffung von entweder in oder „an“ der Verwaltung angesiedelte kompetenten Wirtschaftsförderungsressourcen.

Sind diese eigentlich als Grundvoraussetzungen zu bezeichnenden Aktivitäten abgeschlossen, muss es in der nächsten Stufe darum gehen, in enger Kooperation mit Schulen, Vereinen, Kindertagesstätten u.v.a. die eigentlichen Potentiale Bad Pyrmonts als Lebens- und Wirtschaftsstandort herauszuarbeiten.

Ich packe gerne mit an – ich freue mich, wenn Sie mich dabei unterstützen!

 

      Mittelstandspolitik in der CDU

      Meine Kandidatur zum Stadtrat

      Meine Sicht zum Thema Wirtschaftsförderung