Veränderungswille und -fähigkeit ist entscheidend

Es ist viel geschrieben und gesagt worden in den vergangenen Wochen zum Konflikt zwischen Frau Körtner und mir. Dem möchte ich nicht mehr viel hinzufügen, geschweige denn wieder tief in die Details einsteigen.

Pyrmonter Nachrichten vom 08.09.201

Pyrmonter Nachrichten vom 08.09.201

Denn wir im Rat der Stadt müssen davon wegkommen, uns mit uns selbst zu beschäftigen. Auch deshalb habe ich diesen Schritt gemacht: Es war klar, dass handelnde Personen der CDU Bad Pyrmont und ich nicht mehr ohne immer wieder auftretende Reibereien würden zusammenarbeiten können. Da habe ich lieber klare Fronten geschaffen und einen Schlussstrich gezogen.

Pyrmonter Nachrichten vom 18.09.2015

Pyrmonter Nachrichten vom 18.09.2015

Ich möchte aber ganz klar stellen, dass es nicht um „Sonderregelungen“ für meine Person ging. Ich habe immer demokratisch zustande gekommene Entscheidungen akzeptiert.

Nicht mehr akzeptieren und hinnehmen konnte ich jedoch, dass in den vergangenen 8 Monaten immer wieder Unwahrheiten über mich verbreitet worden sind, zuletzt im Sommerinterview der CDU Fraktionsvorsitzenden. Über die genauen Gründe für das Vorgehen der Fraktionsspitze wird und wurde viel spekuliert, woran ich mich nicht beteiligen möchte.

Auszug a.d. Interview der PN vom 27.08.2015

Auszug a.d. Interview der PN vom 27.08.2015

Einzig die Deutung, dass ich mit meinen Diskussionsansätzen offensichtlich einen empfindlichen Nerv getroffen habe, erlaube ich mir. Wenn dieser Nerv daraus besteht, dass ich nicht mehr, aber auch nicht weniger als die Voraussetzungen für Veränderungen, die zur Zukunftssicherung Bad Pyrmonts zwingend notwendig sind, schaffen möchte, halte ich das für hochgradig kritisch.

Ich hätte gerne weiter innerhalb der CDU Fraktion für diese Ansätze geworben und Veränderungen aus dem traditionellen Parteiensystem heraus vorangetrieben. Politik lebt von unterschiedlichen Charakteren und Standpunkten, der immer stärker werdende „Einheitsbrei“ führt zu Politikverdrossenheit, die für mich in Wahrheit eher Parteienverdrossenheit ist.

Unterschiedliche Standpunkte, die sich selbstverständlich innerhalb der inhaltlichen Grundsätze einer Partei bewegen müssen, schaden einer Fraktion nicht, sondern stärken ihre Glaubwürdigkeit. Der souveräne Umgang damit schärft die Wahrnehmung und das Profil.

Leider ist durch die jüngsten Aussagen Frau Körtners ein Punkt erreicht worden, an dem ich aus Verantwortung gegenüber meiner Familie, meinen Kollegen in unserem Familienunternehmen, aber auch mir selbst gegenüber Konsequenzen ziehen musste. Lieber ein Ende mit Schrecken, …..

Veränderungen sind immer eine Chance. So sehe ich auch meinen Austritt aus der Fraktion als Chance, meine Standpunkte, für die ich viel Unterstützung bekommen habe, auf noch direkterem Weg voranzubringen. Die Vorstellung, wie ich mich ab der Kommunalwahl 2016 in der Politik engagieren möchte, ist grundsätzlich klar. Das werde ich in den kommenden Wochen verfeinern und mich dazu äußern.

Die Entscheidung, wie ich mich für die verbleibenden 12 Monate dieser Ratsperiode aufstelle – also eine Zusammenarbeit mit einer anderen Fraktion eingehe oder fraktionslos bleibe – kann nicht durch Überlegungen zu den sich kurzfristig ergebenden Veränderungen von Mehrheiten in Ausschüssen bestimmt werden. Nur von der Frage, ob ich auf dem Weg zu den o.g. Voraussetzungen für Veränderungen entscheidend vorankomme, kann ich das abhängig machen.

Pyrmonter Nachrichten vom 16.09.2015

Pyrmonter Nachrichten vom 16.09.2015