Immer schön fair bleiben meine Herren!

Immer schön fair bleiben! Eine ganz wichtige Grundregel gerade im Sport, die sich auch die Sportredaktion der DeWeZet zu Herzen nehmen sollte.

Ein Kommentar von Redakteur Roland Giehr, in dem er uns einen „Affront gegen die Pressefreiheit“ vorwirft, irritierte am Montag viele Leser. Nicht zuletzt, weil sich dieser Kommentar nicht, wie eigentlich üblich, auf eine redaktionelle Berichterstattung bezog, sondern vollkommen zusammenhangslos die Meinung des Verfassers zu einem Vorgang wiedergab, über den sich die Leser somit kein Bild machen konnten. Geschweige denn, dass den Verantwortlichen der SpVgg. die Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben wurde.

Rot für Begemann

Pyrmonter Nachrichten am 07.09.2015

Was war passiert?

Nach einigen Vorkommnissen in den vergangenen Monaten hat der Vorstand aus Gründen der Fürsorgepflicht für seine Spieler sowie zur Gewährleistung des vom Trainer gewünschten Ablaufs nach dem Spiel entschieden, dass Interviews nach unseren Heimspielen erst bei Verlassen des Platzes geführt werden sollen. Nach Abpfiff kommt die Mannschaft auf Wunsch des Trainers zu einer Abschlussbesprechung zusammen, bildet in der Regel einen Kreis und läuft danach aus. Dann kann jeder Spieler frank und frei und ohne jede Vorgabe des Vereins Interviews geben.

Dass man unterschiedlicher Meinung zu dieser vom Verein beschlossenen Vorgehensweise sein kann, räumen wir ein. Sicher hätte man diese auch besser – sprich: mit Erläuterung der Beweggründe – gegenüber den Kollegen der Presse kommunizieren können.

Gegen den Vorwurf des „Verhängens von Maulkörben“ sowie eines „Affronts gegen die Pressefreiheit“ verwahren wir uns jedoch aufs Schärfste!

Das Verhalten des Sportredakteurs Klaus Frye, der  die Aufforderung des Hausrecht ausübenden Vorstandes missachtet hat, werden wir aus Gründen der Verhältnismäßigkeit nicht so werten, wie man es bei enger Auslegung geltender Regeln tun könnte. Auch die daraus möglicherweise ableitbaren Konsequenzen werden von uns selbstverständlich nicht gezogen.

Wir wünschen uns jedoch, dass auch die Herren der Sportredaktion zukünftig die Verhältnismäßigkeit im Auge behalten, bevor sie das ganz scharfe Schwert „Pressefreiheit“ auspacken.